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Die Weihnachtsgeschichte – mal feministisch

 

“Ist das Christkind wirklich blond?” Verlag Anton Pustet, Salzburg 2010, www.pustet.at

 

Die Weihnachtsgeschichte

auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert und neu bewertet von der Akademie für Feministische Theologie Bad Bolz

Ein Kindlein ward geboren
Im Stall zu Bethlehem,
Das hatte Segelohren
Und roch nicht angenehm.

„Also ick weeß nich, also nein,
Dit kann ja wohl nich unsa Heiland sein!“
So riefen die frommen Hirten vom Feld:
„So hamwa uns dit aba nich vorjestellt!“

Nur ein paar Ställe weiter,
Da lag ein zweites Kind,
War vorne voller Eiter
Und hinten voller Grind.

„Also wirklich nich, also nee,
Sowat jehört in die Charité!“
So riefen die Hirten, voll Unmut bereits:
„Wir wolln nen jesunden Heiland am Kreuz!“

Im Stroh des dritten Stalles
Da lag ein Kind so fein,
Das strahlte über alles,
So hell, so licht, so rein.

„Dit hältste ja wohl im Koppe nich aus!
Dit is ja ´n Mädchen! Los, nix wie raus!“
So riefen die tief empörten Hirten:
„Ejal wat nu kommt, jetze nehm wa den Vierten.“

Der Vierte, das war ein Nazarener,
Noch heute bekannt als: „Der Heiland“.
Das Mädchen war zwar viel fotogener,
Doch das galt nicht besonders viel weiland.

Und so kam´s, dass die Hirten
Sich irrten.

In diesem Sinne verabschiedet sich “LOST SPACE?” bis zum 10. Jänner 2010 und wünscht angenehme Feiertage!

1 Response to Die Weihnachtsgeschichte – mal feministisch

  1. yezz

    Frohe Weihnachten “Lost Space?”! 🙂

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